Wenn Sie sich in letzter Zeit fragen, warum Ihr Kraftstoffverbrauch höher als gewöhnlich ist oder warum Ihr Fahrzeug die Geschwindigkeit nicht mehr so gut halten kann wie früher, könnte der Reifendruck die Ursache sein. In solchen Fällen kommt oft die Frage auf: „Wie hoch sollte der richtige Reifendruck sein?“
Faktoren wie das Fahrzeugmodell, die Eigenschaften der Reifen, die Anzahl der Insassen, die Beladung sowie die Außentemperatur gehören zu den wichtigsten Punkten, die den Reifendruck beeinflussen. Wenn Sie diese Details beachten, können Sie Ihre Reifen langfristig sicher nutzen.
Der Reifendruck ist ganz einfach der Druck der Luft, die sich im Inneren der Reifen befindet. Das Aufpumpen der Reifen gemäß den vom Fahrzeughersteller empfohlenen Werten gehört zu den wichtigsten Grundlagen der Reifenpflege.
Reifen, die entsprechend den Angaben in der Reifendrucktabelle befüllt werden, nutzen sich weniger ab und tragen zur Fahrsicherheit bei.
Ein zu niedriger Reifendruck beeinflusst direkt den Bremsweg. Während der Fahrt kann es zu verzögerten Lenkreaktionen und einer schlechteren Straßenhaftung kommen. Außerdem kann ein zu geringer Druck das Gleichgewicht zwischen den Rädern stören, wodurch sich die Reifen ungleichmäßig abnutzen.
Dies verkürzt die Lebensdauer der Reifen und kann im schlimmsten Fall sogar zu einem Reifenplatzer während der Fahrt führen.
Da Pkw im Vergleich zu Geländewagen oder Nutzfahrzeugen ein geringeres Gewicht und eine niedrigere Traglast besitzen, sind die Reifendruckwerte bei Autos meist niedriger.
Besonders bei neueren Fahrzeugen lässt sich der ideale Reifendruck anhand eines Informationsaufklebers im Innenbereich der Fahrertür ablesen. Auch in der Bedienungsanleitung werden die empfohlenen Werte angegeben.
Bei den meisten Pkw wird ein Reifendruck zwischen 32 und 35 PSI empfohlen. Je nach Fahrzeuggewicht, Passagieranzahl und Reifengröße können diese Werte um einige PSI abweichen.
Mit den folgenden Schritten können Sie den Reifendruck einfach kontrollieren und Reifen mit zu wenig Luft schnell aufpumpen:
Fahrzeugmodell, Gewicht, Länge und Karosseriestruktur stehen in direktem Zusammenhang mit der Belastung der Reifen. Auch Faktoren wie Schwerpunkt, Motorposition oder Ladefläche bei Nutzfahrzeugen beeinflussen die optimalen Druckwerte.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Reifengröße. Je nach Durchmesser und Breite verändert sich das Luftvolumen, das ein Reifen aufnehmen kann.
Die zuverlässigsten Werte finden Sie immer in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs. Falls diese nicht verfügbar ist, können auch Reifendimensionen oder Reifendruck-Rechner als Orientierung dienen.
Im Normalbetrieb ist die Gewichtsverteilung meist ausgeglichen. Bei höherer Beladung oder mehr Passagieren sollte der Druck angepasst werden.
Viele Pkw werden serienmäßig mit 195/65 R15 oder 195/60 R15 Reifen ausgeliefert. Die Druckwerte sind nahezu identisch.
Je nach Antriebsart (Front-, Heck- oder Allradantrieb) können Anpassungen von ±1 PSI sinnvoll sein.
Diese Reifengröße wird besonders häufig bei Fahrzeugen der Kompaktklasse (C-Segment) verwendet.
In der Regel werden Werte zwischen 34 und 38 PSI empfohlen.
Diese breiteren Reifen werden häufig bei Fahrzeugen mit 17-Zoll-Felgen genutzt. Früher waren sie vor allem bei Premium-Modellen üblich, heute sind sie auch in vielen Mittelklassefahrzeugen Standard.
Der empfohlene Druck liegt meist zwischen 36 und 40 PSI.
Mit zunehmendem Fahrzeuggewicht und breiterer Karosserie werden auch größere Reifen verwendet. 225/40 R18 Reifen sind besonders bei D- und E-Segment-Fahrzeugen, Sportwagen und SUVs verbreitet.
Moderne Druckwerte liegen meist zwischen 38 und 42 PSI.
Für eine detaillierte Reifendrucktabelle sollten Sie zusätzlich die werkseitigen Angaben Ihres Fahrzeugs prüfen.